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Dorferneuerung Fauerbach v.d.H. und Münster

Protokoll: 2. Werkstatt Butzbach Fauerbach und Münster

Datum / Zeit / Ort:   28.03.2011 / 19:00-22:00 Uhr / DGH- Münster

Anwesend: 25 Bürger, Herr Herling (Stadt Butzbach),
Frau Albrecht (Amt für Strukturföderung, Wetteraukreis)

Claudia Koch, Gabriele von Laufenberg (pro regio)

Programm:

Top 1: Begrüßung durch Herr Herling

Top 2: Einführung durch Gabriele von Laufenberg

Top 3: Vorstellung der Projekte durch
 die Arbeitsgruppen

Top 4: Klärung des weiteren Vorgehens und
 durch Claudia Koch Terminabsprachen


Top 5: Hinweise auf private Maßnahmen
 durch Frau Albrecht

Top 6: Verabschiedung

Top 1: Herr Otfried Herling vom Fachamt für Stadtentwicklung der Stadt Butzbach begrüßt alle Anwesenden. Er lässt Bürgermeister Merle entschuldigen, der an diesem Abend anderweitige Termine wahrnehmen muss. Er würdigt die bisherigen Leistungen der Arbeitsgruppenmitglieder im Rahmen der Gestaltung des Dorfentwicklungskonzeptes (DGK).

Top 2: Gabriele von Laufenberg vom Moderationsbüro erläutert einleitend den Zusammenhang zwischen demographischen Wandels und Dorferneuerung. Sie stellt heraus, dass der demographische Wandel in Form einer abnehmenden, älter und heterogener werdenden Bevölkerung in Butzbach sowie in beiden Stadttteilen ‚noch‘ milde verläuft, aber die typischen Symptome sich zukünftig verstärken werden.

Rückblich SWOT-Analyse und Leitbild Desweiteren vermittelt G.v.Laufenberg einen zusammenfassenden Überblick auf die Ergebnisse der 1. Werkstatt und die bisherige Arbeitsphase. So wurden durch eine SWOT-Analyse des IST-Zustandes

der beiden Ortsteile und erste Leitbildgedanken entwickelt, „wohin die Reise gehen soll”.

Einheitlich wurde das Phillipseck als Überbegriff für ein Leitbild Motto angenommen. Der Zusatz „gemeinsam schöner wohnen” findet ebenfalls großen Anklang. Jedoch fehlen Begriffe wie „aktiv” oder „Wellness”. Sie werden notiert um im Verlauf der Konzeptphase noch einmal daran weiter zu arbeiten. Die Konzeptzeichnung der AG Infrastruktur und Verkehr kommt gut bei den Anwesenden an.

Die Handlungsfelder

Aus den ersten beiden Schritten, der SWOT-Analyse, also dem IST-Zustand und des zu erreichenden Ziels folgt die Ableitung von Handlungsfeldern.

Gabriele von Laufenberg stellt die Vorschläge der Handlungsfelder vor. Die Reihenfolge stellt hier keine Priorität dar. Die Handlungsfelder können im Verlauf der Konzeptphase noch weiterentwickelt werden.

Handlungsfelder und Begründung

Verkehr- und Wirtschaftsfunktion der Ortschaften erhalten und stärken Fauerbach und Münster sind zwar mehr Wohnorte als Wirtschaftsorte, sie verfügen aber nachwievor über einen gewissen Anteil an Kleingewerbe und landwirtschaftlicher Direktvermarktung, die es gilt zu erhalten und zu stärken. Denn dies macht einen hohen Anteil am Leben in den Stadtteilen aus.

Die „Dorfgemeinschaft Philippseck“ durch Treffpunkte (in und outdoor) entwickeln und öffnen. Das rege Vereinsleben und die Etablierung des Vereins AGGI zeugen von einer großen Anteilnahme am Dorfleben und an Eigeninitiative der Bürger, die diese gern in das alltägliche Leben einbringen. Diese Situation an die Neubürger heran zu tragen ist zukünftig wichtig um sie zu integrieren und zu halten. Orte zum kommunikativen, spielerischen und sportlichen Austausch sollen aber nicht nur Vereinsmitgliedern vorbehalten bleiben und so ist es wichtig Dorfplätze und Räumlichkeiten für soziale Zwecke bereit zu halten.

Natur und Umwelt zur Naherholung aktiv gestalten Fauerbach und Münster liegen im Grünen und verbindeen die agrarisch geprägte Kulturlandschaft Wetterau mit dem eher forstwirtschaftlich geprägten Taunus. Fauerbach und Münster befinden sich außerdem sehr nah an dem Naturpark Hochtaunus. Diese Lage eignet sich insbesondere zur Förderung des Naherholungstourismus für Einheimische und Bürger der nahen Agglomerationsräume.

Ortskerne aufwerten Ein attraktives Ortsbild hat nicht nur den Zweck, dass sich die einheimische Bevölkerung in den Orten wohlfühlt, sondern beeinflusst auch die Außenwirkung. Gerade unter dem Gesichtspunkt des Tourismus und bei der Gewinnung von Neubürgern ist dies von hoher Wichtigkeit.


Gabriele von Laufenberg übergibt nach der Vorstellung der Handlungsfelder das Wort an die Arbeitsgruppen, die sich ihre bisher erarbeiteten Projektideen gegenseitig vorstellen. Ziel dabei ist, neben der Information, dass evtl. Überschneidungen abgeglichen werden können um noch effektiver zu arbeiten. Zur besseren Veranschaulichung werden die Projektideen einem Handlungsfeld zugeordnet und an eine vorbereitete Pinnwand gehängt. Jede Arbeitsgruppe hat dabei eine andere Farbe zugeteilt bekommen.



Top 3: Vorstellung der Projekte durch die Arbeitsgruppen

Gruppe Ortsbild:

Verkehr- und Wirtschaftsfunktion der
Ortschaften erhalten und stärken
 
Die „Dorfgemeinschaft Philippseck” durch Treffpunkte (in und outdoor) entwickeln und öffnen. Spielplatz Fauerbach
Spielplatz Münster
Gestaltung AGGI Fauerbach
Infotafeln Fauerbach

Natur und Umwelt zur Naherholung aktiv gestalten  
Ortskerne aufwerten Ortseingänge Münster
Ortseingänge Fauerbach
Turnerplatz Münster
AGGI (sie auch Handlungsfeld 2)
Altes Spritzenhaus Münster
Infotafeln Fauerbach
Gestaltung Friedhof Fauerbach
Abfallbehälter/Container Fauerbach
Abfallbehälter/Container Münster



Gruppe Soziales:

Verkehr- und Wirtschaftsfunktion der Ortschaften erhalten und stärken
Die „Dorfgemeinschaft Philippseck” durch Treffpunkte (in und outdoor) entwickeln und öffnen. 1. DGH Fauerbach, als Begegnungsstätte mit verschiedenen Funktionen:
medizinische Versorgung
Lebensmittelladen
Festsaal
Poststelle
Kindergarten/Kindertagesstätte (auch als Einzelprojekt denkbar)
2. Skaterplatz
3.Grillplatz (an Skaterplatz angegliedert)

Natur und Umwelt zur Naherholung aktiv gestalten
Ortskerne aufwerten


Gruppe Verkehr und Infrastruktur:

Verkehr- und Wirtschaftsfunktion der Ortschaften erhalten und stärken L3353
Rad- und Gehweg zwischen Fauerbach und Münster
ÖPNV
Mobilfunk
Marketing Philippseck
Arbeitsplätze in Fauerbach und Münster
Stärkung der Nahversorgung, insb. Lebensmittel
Poststelle

Die „Dorfgemeinschaft Philippseck” durch Treffpunkte (in und outdoor) entwickeln und öffnen. Dorf-Park in Fauerbach
Treffpunkt in Münster, auf dem Parkplatz des DGH

Natur und Umwelt zur Naherholung aktiv gestalten  
Ortskerne aufwerten Parkplatz Backgasse Münster
Verkehrsinsel
Parkplatz am DGH Münster s.Handlungsfeld 1
Auflockerung des Ortskerns Fauerbach
Verbesserung Parkplatzsituation am Sportplatz FAU
Straßenbeleuchtung zum Sportplatz in FAU



Gruppe Natur und Tourismus:

Verkehr- und Wirtschaftsfunktion der Ortschaften erhalten und stärken Informationszentrum und Gasthaus Hubertus
Informationsstandorte Fauerbach und Münster
Heimatmuseum
Maislabyrinth
Minigolfanlage
Das Schloss Philipsseck

Die „Dorfgemeinschaft Philippseck” durch Treffpunkte (in und outdoor) entwickeln und öffnen.  
Natur und Umwelt zur Naherholung aktiv gestalten Wanderwege, Radwege (s.a. Gruppe Infrastruktur u. Verkehr)
Sport und Trimm Dich Pfad
Informationsstandort Fauerbach und Münster
Weltkulturerbe Limes
Maislabyrinth (evtl. privat)

Ortskerne aufwerten Backhaus in Münster
Müllcontainer Wochenendgebiete


Die sehr zahlreichen Projekte werden mit viel Lob von Seiten der Bürger, der Stadt, der Kreisvertreterin Frau Albrecht und pro regio aufgenommen. Besonders gelungen sind zwei PowerPoint Präsentationen, die die Projektideen mit Bildern untermalen und so zu einem besseren Verständnis beitragen. Die Gruppe Natur und Tourismus denkt dabei schon weiter und hat verschiedene Konzepte erarbeitet denen kleinere Teilprojekte Leben einhauchen. Ähnlich die Gruppe Soziales, die ein „Begegnungszentrum” ins Auge fasst, über das lange diskutiert wird. Diskussionspunkte waren die angedachte Skaterbahn und der Kindergarten, bzw. die Kindertagesstätte, für die die Nachfrage bei jungen Eltern sehr groß ist.

Aus den Diskussionen resultiert, dass bei den nächsten Arbeitsgruppentreffen Experten aus jeweiligen Fachbereichen der Stadt mitdenken sollen, so dass bei der Projektweiterentwicklung Fachwissen in Bezug auf Förderbarkeit und andere Rechte mit einbezogen werden können. Auch pro regio möchte bei den nächsten Gruppentreffen dabei sein und bittet um Terminhinweise.

Die Teilnahme von Jugendlichen und Personen aus Münster ist in der Arbeitsgruppe Soziales absolut erwünscht.

Top 4: Weitere Vorgehensweise

Frau Koch gibt den Hinweis, dass die Öffentlichkeit durch eine Fragebogenaktion mehr in den Prozess der Konzeptphase der Dorferneuerung eingebunden werden kann. In den Fragebögen wird abgefragt, ob die Bevölkerung die Projekte befürwortet und sie auch entsprechend nutzen wird. Die Fragestellung soll in den nächsten Arbeitsgruppensitzungen abgesprochen werden.

Desweiteren sind Exkursionen zu Beispielen anderer Orte, die sich schon etwas länger im Dorferneuerungsprozess befinden angedacht. Eine Vorauswahl von interessanten Projekten wird von pro regio getroffen. Ein konkreter Exkursionstermin wird festgelegt (s.u.).

Zudem wird ein Termin für die 3. Werkstatt festgehalten. In der 3. Werkstatt werden die Ergebnisse der Fragebogenaktion präsentiert und eine letzte Priorisierung der Projekte vorgenommen, die dann in das Dorfentwicklungskonzept einfließt.

Top 5: Termine

Exkursion Fertigstellung Fragebogen
14.5.2011 Fragebögen bis 18.KW (2.Mai)
3. Werkstatt 14.06.2011 Ort wird noch bekannt gegeben

Private Maßnahmen

Frau Albrecht dankt den Arbeitsgruppen für ihre bisherige Leistung und muntert sie auf so weiterzumachen. Sie verteilt Flyer in denen Informationen zur Förderung der privaten Maßnahmen enthalten sind. Diese Flyer sind auch bei der Stadt erhältlich.

Ansprechpartner für weitere Information sind:

Frau Albrecht: Wetteraukreis, Fachstelle für Strukturförderung Tel.: 06031 - 83 4132
Herr Miller: Stadt Butzbach Tel.: 06033 - 995126

Verabschiedung

Herr Herling, Frau Albrecht und pro regio danken für den gelungenen Abend und verabschieden sich.

Im Anschluss stellt die AG Natur und Infrastruktur noch anhand eines animierten Präsentation einen Rundwanderweg um Fauerbach und Münster vor. Dies ist ein toller Ausklang für eine gute Veranstaltung.

Protokoll: G.v. Laufenberg Fotos: Claudia Koch
pro regio AG Kaiserstraße 47 60329 Frankfurt info(at)proregioag.de Tel. 069 98196970

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Homepage aktualisiert am 14.04.2019
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