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Dorferneuerung Fauerbach und Münster

AG Ortsbild und Infrastruktur und Verkehr

Datum / Zeit / Ort:  07. Februar 2011 19:00 - 21:15 Uhr DGH Münster

Anwesend: siehe extra Liste

Themen und Ergebnisse:

Top 1: Begrüßung:

Claudia Koch (pro regio) begrüßt alle Anwesenden. Die Gruppe Infrastruktur und Verkehr hatte sich für 19:00 Uhr verabredet, die Gruppe Ortsbild für 19:30 Uhr.

Top 2: Klärung allgemeiner Fragen:

Finanzen: Durchschnittlich wurden Dörfer bzw. die öffentlichen Projekte in DE-Programmen in der Vergangenheit mit insgesamt 650.000 € in Hessen gefördert. Die Bandbreite der Summen ist jedoch ja nach Ort und Projekten stark unterschiedlich. Ein einzelnes Projekt kann mit bis zu 300.000 € gefördert werden. Ist es ein denkmalgeschützes Gebäude, kann noch ein Zuschlag erfolgen.
Wie viel Geld letzten Endes für die Dorferneuerung bereit gestellt wird, entscheidet die WI-Bank (Wirtschaft und Infrastruktur Bank) beim jeweiligen Koordinierungstermin.

Ablauf: Ab dem heutigen Tag beginnt die Phase der Erarbeitung von konkreten Projekten. Diese sollen sich nach einem Leitbild richten, welches parallel in den Arbeitskreisen diskutiert wird und am Termin der zweiten Werkstatt festgelegt werden soll. Die erste Werkstatt wird in ca. 6 bis 8 Wochen stattfinden. Am besten nach der Wahl. Als Termin wurde unter Vorbehalt der 28.3. ins Auge gefasst. Eine Fragebogenaktion bei der Bevölkerung zu den bis dahin erarbeiteten Ideen ist angedacht. Die Fragebogen mit Bezug auf die Projektvorhaben würden an alle Haushalte verteilt. Bis zur Auswertung der Ergebnisse rechnet man vier Wochen.

Aus allen Ergebnissen (Arbeitskreisen, Fragebogen, SWOT) wird ein Konzept erarbeitet, welches bis Juni fertiggestellt sein soll. Abschließend entscheidet die WI-Bank auf dem Koordinierungstermin über die Finanzierung. Die Konzeptionsphase wird mit einer Informationsveranstaltung und der Benennung des Arbeitskrieses Dorferneuerung beendet. Die Phase der Umsetzung dauert dann noch 8 Jahre.

Projekte, die nicht im Rahmen der DE liegen: Auch Projekte die außerhalb der Fördermöglichkeiten der Dorferneuerung liegen werden im Dorfentwicklungskonzept berücksichtigt. Es gibt noch viele weitere Fördertöpfe, die bei der Finanzierung dieser Projekte helfen können. Das Wichtigste jeweils ist, dass die Projekte im Sinne des Leitbild die Lebensqualität der Bürger in den Ortsteilen erhöht.

Top3: Gruppenarbeitsphase: Gruppe Infrastruktur und Verkehr:

Nach einem Blick auf die SWOT wurden folgende Themen angesprochen:

Bankautomat: In Münster und Fauerbach fehlt ein Bankautomat für Bargeld und Kontoauszüge. Es wird schwierig einen in diese Ortsteile zu bekommen, da sich das fürdie Banken nicht lohnen würde.

Poststelle: Ebenfalls stellt sich die Frage nach einer Poststelle. Insbesondere das abholen von Paketen in Butzbach ist für viele Bürger aus beruflichen Gründen schwierig. Außerdem ist es allgemein sehr Zeitaufwändig. Eine Packstation ist eine Überlegung, jedoch weiß man nicht wie die Auslastung ist. Zudem ist die Bedienung nicht wirklich praktikabel. Gerade ältere Menschen werden Schwierigkeiten bekommen. Was fehlt ist eine feste Anlaufstelle Innerorts, wo die Pakete im Falle der Unzustellbarkeit abgeholt werden können.

Fahrradweg: Es braucht keinen neuen Fahrradweg, der ausschließlich den Radfahrern, Skatern oder Fußgängern gebührt. Die Grundlage ist in Form eines Feldweges schon da. Fluch und Segen ist dabei die Landwirtschaft. Zum einen sind sie für die Instandhaltung der Wege verantwortlich, zum anderen tragen die großen und vor allem schweren Maschinen dazu bei, dass die Wegqualität zu wünschen übrig lässt. Kann man diese Wege teeren? Diskutiert wird, wie sich die Landwirtschaft entwickelt, Flurbereinigung, größere Parzellen? Wie wirkt sich das auf die Wege aus? In jedem Fall prägt die Landwirtschaft das Landschaftsbild von Fauerbach und Münster maßgeblich.

Tante Emma Laden: Die Nahversorgung ist wie in vielen anderen Orten der drückende Schuh. So auch in Fauerbach und Münster. Einen neuen Tante Emma Laden wird man nicht ansiedeln können. Mobile Bäckerautos gibt es genug. Was vor allem fehlt ist der Treffpunkt Tante Emma Laden. Daran muss angeknüpft werden. Vor allem die Bevölkerung, die eben nicht mehr mobil ist braucht Möglichkeiten sich auszutauschen.

Arbeiten in Fauerbach und Münster: Wieso in Fauerbach nur schlafen? Viele Menschen möchten gerne an ihrem Wohnort, oder in unmittelbarer Nähe arbeiten, um sich die langen Anfahrtswege mit Staus etc. zu ersparen. Jedoch bietet Fauerbach und Münster außer Wald und Feld keine Möglichkeiten für einen Treffpunkt in der Pause, wo man eine Kleinigkeit essen, trinken und sich unterhalten kann. Würde es Gelegenheit dazu geben, ist es evtl. möglich, dass sich Neubürger in den Stadtteilen niederlassen.

Top3: Gruppenarbeitsphase: Gruppe Ortsbild:

In der Gruppe Ortsbild wurden folgende Aspekte angesprochen:

Welche Möglichkeiten gibt es, die Privatbesitzer von Immobilien im Fördergebiet zum Investieren zu motivieren?
welche öffentlichen Gebäude befinden sich in Fauerbach und in Münster und in welchem Zustand sind sie?
Wie können die Ortseingänge verkehrsberuhigend und attraktiv gestaltet werden?
Welche Möglichkeiten zur Lenkung parkender Autos gibt es?
Welche Rolle spielen die Ehrenmale für die Orte?
Wie kann der Turnerplatz verändert werden?
Birgt der Tourismus Potenziale für Münster und Fauerbach?
Welche Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit haben die Arbeitsgruppen?

Leitbild: Das Philippseck ist nach wie vor ein Begriff mit denen sich Fauerbach und Münster identifizieren können, obgleich die Zwangseingemeindung zu Butzbach schon 20 Jahre zurückliegt. Das Philippseck verbindet die beiden Stadtteile, was demnach hervorragend zum gemeinsamen Dorferneuerungsprogramm passt und aus diesem Grund Teil des Leitbildes werden soll. Durch den Begriff Philippseck ist das Gebiet überregionalbekannt.

Top4: Leitbild Beide AGs zusammen:

Besprechung des Leitbildes. Die Dorferneuerung darf nicht ein Sammelsurium verschiedener voneinander unabhängiger Projekte sein, sondern verlangt nach einem formulierten Ziel für die Zukunft der drei Gemeinden. Alle Tätigkeiten und Projekte sind dazu da, dieses Ziel, auch „Leitbild“ genannt, zu erreichen.

Zusätzlich zu den drei Mottos aus der 1. Werkstatt wird das Leitbildplakat noch um einige Begriffe wie: Landwirtschaft als prägenden Faktor erhalten ergänzt.

Top5: Projektblatt:

Claudia Koch erläutert das Formular „Projektblatt”. Dabei kommt es in den ersten Arbeitskreissitzungen vor allem auf die Bezeichnung, das Ziel und die kurze Beschreibung des Projektvorhabens an. Alles Weitere kann im Laufe der Zeit ergänzt werden. In der zweiten Werkstatt sollen die Projektideen soweit ausformuliert sein, dass sie den anderen Gruppen, der Stadt und dem Amt vom Wetteraukreis vorgestellt werden können.

Top6: Terminvereinbarungen:

Der nächste Termin der AGs Ortsbild und Infrastruktur und Verkehr ist der 22.02.2011 um 19:00 Uhr im Untergeschoss des DGH Münster.

Noch zur Diskussion steht der Termin der zweiten Werkstatt: 28.03.2011 im DGH Münster.

Protokoll: G. v. Laufenberg, 08.02.2011

Infobox

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