Informationsfahrt der Arbeitsgruppen Dorferneuerung Philippseck

Informationsfahrt der Arbeitsgruppen Dorferneuerung nach Nidda Wallernhausen am 13. Mai 2011


PHILIPPSECK. Im Rahmen der Konzepterstellungsphase für das Dorferneuerungsprojekt für Fauerbach und Münster, unternahm eine Gruppe von 28 Personen eine Informationsfahrt nach Nidda-Wallernhausen, um dort Ergebnisse einer abgeschlossenen Dorferneuerungsmaßnahme besichtigen zu können.

Der Stadtteil von Nidda mit etwa 1100 Einwohnern, 5 landwirtschaftlichen Betrieben, 180 Arbeitsplätzen und 15 Ortsvereinen wurde im Jahre 2000 in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und stellt sich nun nach 10 Jahren in einem neuen attraktiven Bild dar. Auf einer Freifläche, dem „Dorfanger”, wurde die Gruppe durch die Ortsvorsteherin Ute Kohlbecher und Gemeindepfarrerin Beate Henke begrüßt und sofort konnte man die zentralen Maßnahmen des Dorferneuerungsprogrammes direkt in Augenschein nehmen.

So ist diese Freifläche durch den Abriss alter Gebäude entstanden und eine angrenzende ehemalige Hofreite wurde zum Dorftreff „Neue Mitte” umgebaut. Dieser ehemalige Dreiseithof beherbergt nun in einem modernen Neubau ein Lebensmittelgeschäft samt integriertem Bistrobereich, indem nahezu sämtliche Artikel des täglichen Bedarfs zu fairen Preisen angeboten werden. Dass dieser an die guten alten „Tante EmmaLäden erinnernde neue Dorfmittelpunkt in Wallernhausen gebaut werden konnte, ist an erster Stelle dem Diakonischen Werk Wetterau zu verdanken, welches diesen Laden auch betreibt.

Mit dem Neubau der „Neuen Mitte” und dem Ausbau der alten Scheune als Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde, konnten neue Kultur und Sozialräume entstehen. In dieses Konzept passt es besonders gut, dass im Dorftreff Alt und ganz Jung einander begegnen, hat doch der dörfliche Kindergarten im ehemaligen Fachwerkwohnhaus des Hofes, sein Domizil gefunden. All dieses wäre ohne die ehrenamtlichen Bemühungen bei Entwicklung und Ausarbeitung seitens des Arbeitskreises „Dorferneuerung Wallernhausen” und die tatkräftige Unterstützung der Ortsvereine nicht zustande gekommen, erläuterte Frau Kohlbecher bei einem Besuch der Dorfschänke. Besonders hob sie hierbei das Engagement des Landfrauenvereines und des Schwimmbadvereins hervor, der sich maßgebend für den Erhalt und die Pflege des 75 Jahre alten Freibades einsetzt, ebenso den Kindergartenverein, der mit Personal und Material die Einrichtung des örtlichen Kindergartens „Die kleinen Strolche” unterstützt.

Beim anschließenden Rundgang durch den alten Dorfkern konnte die Ortsvorsteherin auch auf einige gelungene private Maßnahmen verweisen, die im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes gefördert wurden. So betreibt ein „Biobauer” auf seinem Hof ein kleines Kinderhotel, das gerne von Familien aus den Ballungsgebieten genutzt wird, die hier hautnah das Landleben wie es früher war erleben und begreifen können. Eine junge Familie hat das ehemalige Schulgebäude erworben und es zu einem großzügigen Familiendomizil ausgebaut. Die gemütliche Dorfkneipe „Uhrnstubb” bietet Kleinkunst und Puppenspielveranstaltungen an. Viele alte Höfe stellten sich mit neuen schmucken Fassaden und Dächern, attraktiv und wohnenswert dar.

Alles in allem waren die Teilnehmer der Besuchsgruppe sehr beeindruckt von den ideenreiche umgesetzten privaten und öffentlichen Maßnahmen und es gab auf der Rückfahrt in die heimischen Dörfer viele Eindrücke zu reflektieren und Anregungen für die eigenen Dorferneuerungsmaßnahmen aufzugreifen.



Die Gruppe vor dem Dorftreff Neue Mitte in Wallernhausen

Die Informationsfahrt zum Dorftreff „Neue Mitte” in Wallernhausen bot dem Ortsbeirat Fauerbach und allen Interessierten eine Menge Erkenntnisse die man auch bei der Dorferneuerung in Fauerbach und Münster in Ansatz bringen kann.

Bericht in der BZ am 10. Juni 2011

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